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2. Halbfinal 10. Mai 2018

Von Katrin Frey

Australien – Jessica Mauboy: We Got Love, Englisch. Quote: 67.00*

Nächster ESC: Australien. Wir wundern uns erstmal nicht ob der Absurdität. Australiens Eintrag ist ein ernstzunehmender, toller Popsong. Es fehlt eventuell das gewisse Etwas, um das Publikum zu überzeugen. Gute Finaleinzug-Quoten bei NetBet 1.22.*

Dänemark – Rasmussen : Higher Ground, Englisch. Quote: 81.00*

Halb Piraten, halb Emo und eine Prise Wikinger mit kraftvollen Männergesängen machen einen super Song. Gewinnen werden sie wohl nicht, aber ein Ohrwurm ist er und Soundtrack für eine Invasion allemal. Finaleinzug 1.28*.

Georgien – Iriao: For You, Georgisch. Quote: 401.00*

5 Männer, eine Gitarre, ein Keyboard und polyphoner Gesang. Überwältigend, wunderschön mit einem Hauch traditionell. Ob sie auch auf der großen Bühne überzeugen können wird sich zeigen. NetBet gibt ihnen wenig Chancen, mit einem Finaleinzug von 4.40*.

Lettland – Laura Rizzotto: Funny Girl, Englisch. Quote: 301.00*

Noch einSoundtrack für Fifty Shades oder James Bond. Die sollten eine Band gründen! Vieles hängt von Lauras Performance live ab, der Song ist solide aber zurückhaltend. 1.66* zum Finaleinzug.

Malta – Christabelle: Taboo, Englisch. Quote: 301.00*

Maltas Dancesong könnte glatt aus dem letzten Jahrzehnt stammen, handelt von uns allen, die nicht Tiere oder Kriminelle werden sollen. etwas schräge Thematik. 0 Points von uns. Finaleinzug 2.66*.

Moldawien – DoReDos: My Lucky Day, Englisch. Quote: 26.00*

Der Großteil der diesjährigen Teilnehmer hat seriöse Musikstücke ausgewählt. Nicht so Moldawien. Eurovision hoch drei: Cheesy, etwas schräg, farbig und romantisch, gepaart mit traditionellen Klängen. Den Buchmachern gefällts: Finaleinzug 1.08*.

Montenegro – Vanja Radovanović: Inje, Montenegrinisch. Quote: 401.00*

Montenegrinischer Pop/Folksong mit leicht verstörendem Musikvideo. Dank seiner Nachbarn dürfte der Jüngling mit den Dumboohren Erfolg haben. Wir sind gespannt und machen uns einen Tee. Finaleinzug 4.75*.

Niederlande – Waylon: Outlaw in ‚Em, Englisch. Quote: 126.00*

Country Rock aus den Niederlanden, warum auch nicht? Sticht jedenfalls aus der Popsuppe heraus. Waylon bringt eine Prise Wilden Westen in den Wettbewerb. Vielleicht genau das, was es zum Sieg braucht. Finaleinzug 1.33*.

Norwegen – Alexander Rybak: That’s How You Write a Song, Englisch. Quote: 5.00*

Der Sieger von 2009 ist zurück. Viel älter ist er noch nicht, seine Violine hat er wieder dabei (auch wenn live keine Instrumente gespielt werden). Fairytale war bei weitem besser, doch wird er hoch gehandelt mit einem Finaleinzug bei 1.02*.

Oben: Conchita Wurst, Siegerin 2014

Polen – Gromee feat. Lukas Meijer: Light Me Up, Englisch. Quote: 301.00*

Polen war bisher erfolgreich mit Elektropop, auch in diesem Jahr? Könnte zu einem Sommerhit werden. Finaleinzug 1.22*.

Rumänien – The Humans: Goodbye, Englisch. Quote: 251.00*

Wenig versprechende Popballade, die sehr von der Liveperformance abhängen wird. Ziemlich langweilig, wenn auch solider Gesang. 1.90* für den Finaleinzug.

Russland – Julia Samoylova: I Won’t Break, Englisch. Quote: 201.00*

Nach dem Ausfall im letzten Jahr aus politischen Gründen nimmt Russland dieses Jahr mit der Sängerin teil, die 2017 in die Ukraine hätte reisen sollen. Ob die Teilnahme einer Sängerin im Rollstuhl dem Land Sympathiestimmen einbringt bleibt offen. Finaleinzug 1.95*.

San Marino – Jessika feat. Jenifer Brening: Who We Are, Englisch. Quote: 201.00*

Roboter im Video, keiner weiß, weshalb. Pop mit Rap gemixt, definitiv kein Ohrwurm und auch kein Sieger. Finaleinzug auf dem letzten Platz 10.00*.

Schweden – Benjamin Ingrosso: Dance You Off, Englisch Quote: 15.00*

Wie immer ein solider ESC-Eingang von Schweden: Justin Bieber trifft auf die 90er und tanzt bis 4 Uhr früh. Könnte was werden. Finaleinzug 3.25*.

Serbien – Sanja Ilić & Balkanika: Nova deca (Нова деца), Serbisch. Quote: 401.00*

Einer muss ja: Die klassische Eurovisionskombi von traditionellen Instrumenten, gespielt von einemr Charaktergestalt, Techno im Hintergrund, engelsgleiche Schönheit mit hübscher Stimme und einem bärtigen Mann mit kräftiger Stimme. So geht das! Finaleinzug 3.40*.

Slowenien – Lea Sirk: Hvala, ne!, Slowenisch. Quote: 401.00*

Schlechte Quoten für dieses energetische Dancestück, das Rap, Funk und Breakbeat mit Punk verbindet. Die Haare sind rosa, nicht pink. Ob es hilft? Jedenfalls ein Ohrwurm. Finaleinzug 4.00*

Ukraine – Mélovin: Under the Ladder, Englisch. Quote: 67.00*

Mélovin könnte aus einem Draculafilm gesprungen sein und fangt einen mit seinem Goth-Pop-Look ein. Seine spezielle Stimme und Dancemoves lassen den gestressten und unspektakulären Dancesong nicht besser werden. Ach und er spielt auch noch Klavier. Finaleinzug 1.09*

Ungarn – AWS: Viszlát nyár, Ungarisch. Quote: 81.00*

Endlich ein Heavy-Metal-Song! Mutig, in der Muttersprache zu singen. Etwas Abwechslung bieten AWS durchaus, ob sie damit genügend Stimmen fangen, wird sich zeigen. Die Exzentrik von Lordi fehlt jedenfalls. Finaleinzug 1.29*.

*Alle Quoten Änderungen vorbehalten